Konzern-Zwischenmitteilung der Geschäftsführung innerhalb des 2. Halbjahres 2009 für die Herlitz AG gemäß § 37x WpHG

13.11.2009, Kategorie: Zwischenbericht

Herlitz behauptet sich in der Wirtschaftskrise

Der Herlitz-Konzern hat auf die Herausforderungen der globale Finanz- und Wirtschaftskrise in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2009 durch die Umsetzung einer Reihe von Maßnahmen reagiert.

Die Umsatzerlöse des Herlitz-Konzerns lagen im Zeitraum vom 1. Januar bis 30. September dieses Jahres unter den Vergleichswerten des Vorjahres. Die Hauptursache für diese Entwicklung liegt in dem krisenbedingten Nachfragerückgang, der sich insbesondere negativ auf das Geschäft in Osteuropa und auf den gewerblichen Bürobedarfshandel in Westeuropa ausgewirkt hat.

Der Anteil des Umsatzes mit Markenprodukten konnte im Berichtszeitraum 2009 weiter erhöht werden. Bedingt durch die Umstellung von Eigenfertigung auf Fremdbezug bei den von der ehemaligen Tochtergesellschaft proOFFICE s.r.o. hergestellten Produkten, hat sich die Rohertragsquote insgesamt verschlechtert. Im Gegenzug führt diese Strukturänderung zu Kostenentlastungen im Vergleich zum Vorjahr. Weitere Einsparungseffekte resultierten aus einer Reihe von schwerpunktmäßig in Osteuropa umgesetzten Projekten, die als Reaktion auf die durch die Wirtschaftskrise verursachten Umsatzrückgänge durchgeführt wurden. Kostenerhöhungen ergaben sich aus der Bildung von Restrukturierungsrückstellungen und der Durchführung von Marketingmaßnahmen im Zuge der Herlitz-Markenstrategie. Die Gesamtkosten lagen in der Summe unter dem Wert der ersten neun Monate des vergangen Jahres. Der Verkauf der proOFFICE s.r.o. Anfang 2009 ist die wesentliche Ursache für die im Vorjahresvergleich erhöhten sonstigen betrieblichen Erträge.

Im Zeitraum Januar bis September 2009 hat der Herlitz-Konzern ein positives und gegenüber der gleichen Periode des Vorjahres höheres Betriebsergebnis (EBIT) erzielt. Abweichend zum Teiljahr 2008, das mit einem Fehlbetrag abschloss, verbleibt auch wegen des verbesserten Finanzergebnisses in den ersten drei Quartalen dieses Jahres nach Abzug von Zinsen und Steuern ein leichter Überschuss.

Im Hinblick auf das Geschäft des Herlitz-Konzerns hat sich die Wirtschafts- und Finanzkrise im Vergleich zum 30. Juni dieses Jahres nicht nennenswert verschärft. Das Schulanfangsgeschäft hat sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2008 stabil entwickelt. In welche Richtung sich der Konsum in den relevanten Märkten im 4. Quartal 2009 entwickeln wird, ist nur schwer zu prognostizieren und bleibt daher abzuwarten.
Die bis zum 30. September 2009 beschriebene Entwicklung der Ertragslage hat sich zunächst im Oktober und der ersten Hälfte des Monats November im Wesentlichen fortgesetzt.

Die Finanz- und Vermögenslage des Herlitz-Konzerns konnte gegenüber der Situation zum Jahresende 2008, aber insbesondere auch im Vergleich zum 30. September des Vorjahres wegen der deutlichen Reduzierung der Ver-schuldung verbessert werden.

Am 6. November 2009 hat Stationery Products S.à r.l., welche über Private Equity Funds von der Advent International Corporation verwaltet wird, mit Pelikan International Corporation Berhad Vereinbarungen zur Veräußerung seiner 66%igen Beteiligung an Herlitz unterzeichnet. Die Transaktion unterliegt Bedingungen, darunter der Zustimmung der Kartellbehörden.


Berlin, den 13. November 2009

 

Herlitz Aktiengesellschaft, Berlin
Der Vorstand