Konzern-Zwischenmitteilung der Geschäftsführung innerhalb des 1. Halbjahres 2010 für die Herlitz AG gemäß § 37x WpHG

14.05.2010, Kategorie: Zwischenbericht

Geschäftsverlauf bei Herlitz stabil und im Rahmen der Erwartungen

Die im Vorjahr durchgeführten Maßnahmen haben für den Herlitz-Konzern eine stabile Basis für das Geschäftsjahr 2010 gelegt. Das 1. Quartal diesen Jahres verlief im Rahmen der Erwartungen.

Die Umsatzerlöse des Herlitz-Konzerns lagen im Zeitraum vom 1. Januar bis 31. März 2010 unter den Vergleichswerten des Vorjahres. Der Rückgang ist im Wesentlichen gewollt und die Folge der Konzentration auf das Markengeschäft im Rahmen der Strategieumsetzung. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang der Verkauf des Weichplastikgeschäfts sowie die weitere Reduzierung von Discount¬ und reinen Mengenaufträgen. Der Anteil des Umsatzes mit Markenprodukten hat sich deshalb weiter erhöht, was wiederum zu einer verbesserten Rohertragsquote geführt hat. Darüber hinaus besteht derzeit eine Nachfrageschwäche im internationalen gewerblichen Bürobedarfshandel.

Im Vergleich zum Vorjahrzeitraum konnten durch die genannten Strukturveränderungen und durch zusätzliche Maßnahmen erhebliche Kostenentlastungen insbesondere im Personalbereich erreicht werden. Dabei wirkt sich die erhöhte Anpassungsfähigkeit der Kostenstrukturen auf die sich ändernde Leistungsseite positiv aus. 

Die sonstigen betrieblichen Erträge fallen im Vorjahresvergleich aufgrund des Anfang 2009 realisierten Verkaufs der tschechischen Tochtergesellschaft proOFFICE s.r.o. deutlich niedriger aus. 

Im Zeitraum Januar bis März 2010 hat der Herlitz-Konzern ein negatives Betriebsergebnis (EBIT) erzielt. Die im Vergleich zum Vorjahr fehlenden Erträge aus dem Unternehmensverkauf konnten durch die Kosteneinsparungen nicht vollständig kompensiert werden. Das Betriebsergebnis des 1. Quartals 2010 fällt deshalb niedriger aus als das im gleichen Zeitraum des Jahres 2009.

Wegen der ausgeprägten Saisonalität des PBS-Geschäftes wird im Herlitz-Konzern zu Beginn des Jahres regelmäßig kein positives Ergebnis vor Zinsen und Steuern erzielt.

Auch nach Abzug von Zinsen und Steuern wurde trotz des durch die geringere Verschuldung leicht verbesserten Finanzergebnisses ein negatives Periodenergebnis erzielt.

Die für die ersten drei Monate diesen Jahres beschriebenen Entwicklungen beim Umsatz und Ertrag haben sich im April und der ersten Hälfte des Monats Mai fortgesetzt.

Die Wirtschafts- und Finanzkrise ist in der PBS-Branche im In- und Ausland noch nicht überwunden und stellt auch für die kommenden Monate ein nicht abschätzbares Risiko für die Geschäftsentwicklung dar. Der Herlitz-Konzern stellt sich den Herausforderungen durch die Fokussierung des Geschäftes, die Flexibilisierung der Kostenstrukturen und durch eine stabile Finanzierungsbasis.

In welcher Größenordung sich Potenziale schon im laufenden Geschäftsjahr aus dem Zusammenschluss mit der Pelikan-Gruppe realisieren lassen, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abzusehen.  

Die Finanz- und Vermögenslage des Herlitz-Konzerns hat sich im Vergleich zu den Erläuterungen im Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2009 nicht wesentlich verändert. Die ebenfalls dort, insbesondere im Risiko- und Prognosebericht, getätigten Aussagen hinsichtlich der weiteren Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bestehen fort.

 

Berlin, den 14. Mai 2010


Herlitz Aktiengesellschaft, Berlin
Der Vorstand