Konzern-Zwischenmitteilung der Geschäftsführung innerhalb des 1. Halbjahres 2009 für die Herlitz AG gemäß § 37x WpHG

14.05.2009, Kategorie: Zwischenbericht

Herlitz setzt die Strategie auch in der Finanzkrise konsequent weiter um.

In den ersten 3 Monaten des Jahres 2009 hat der Herlitz-Konzern mit dem Verkauf der Geschäftsanteile an der Tochtergesellschaft proOFFICE s.r.o. einen weiteren Meilenstein in der Strategieumsetzung erreicht. Hierbei steht die Konzentration auf das Kernsortiment und die Marke Herlitz im Vordergrund.

Die Umsatzerlöse des Herlitz-Konzerns lagen im ersten Quartal 2009 knapp 5% unter den vergleichbaren Werten des Vorjahres. Dabei spielten die Auswirkungen der globalen Finanzkrise eine wesentliche Rolle. In diesem Zusammenhang sind insbesondere Nachfragerückgänge und nachteilige Wechselkursentwicklungen in den osteuropäischen Ländern sowie verminderte Umsätze im gewerblichen Bürobedarfshandel in Westeuropa zu nennen. Zusätzlich wurden strategiekonform Umsätze mit Artikeln, die nicht die Marke Herlitz tragen, in einigen Produktbereichen weiter zurückgefahren. Der Umsatzanteil der Markenprodukte hat sich im Vergleich zu den ersten 3 Monaten des Jahres 2008 weiter erhöht.

Durch den Verkauf der proOFFICE s.r.o. werden die dort hergestellten Produkte nun zugekauft, was sich negativ auf den Rohertrag auswirkt. Im Gegenzug entfallen jedoch alle weiteren in diesem Zusammenhang stehenden Kosten.

Die sonstigen betrieblichen Erträge für die Monate Januar bis März 2009 beinhalten den Verkaufserlös für die proOFFICE s.r.o. Sie fallen deswegen im Vorjahresvergleich erheblich höher aus.

Im 1. Quartal des laufenden Geschäftsjahres schlagen sich aus der Veräußerung der Tochtergesellschaft positiv in den Gesamtkosten die Verringerung der Wertschöpfungstiefe und negativ die dafür angefallenen Transaktionskosten nieder. Weiterhin hat die Bildung einer Rückstellung für die Restrukturierung des Papeteriegeschäftes als nächsten Schritt in der Strategieumsetzung den Personalaufwand merklich erhöht. Begünstigt durch das effiziente Kostenmanagement liegen die Gesamtkosten insgesamt aber nur leicht über den Vergleichswerten des Vorjahres.

Wegen der ausgeprägten Saisonalität des PBS-Geschäftes wird im Herlitz-Konzern zu Beginn des Jahres regelmäßig kein positives Ergebnis vor Zinsen und Steuern erzielt. Gegenüber dem 1. Quartal 2008 konnte jedoch das negative Ergebnis halbiert werden.

Die für das 1. Quartal 2009 beschriebenen negativen Auswirkungen der Finanzkrise auf die Umsatzentwicklung und damit auf die Ertragslage haben sich im April und der ersten Hälfte des Monats Mai noch verstärkt. Inwieweit sich dieser Trend fortsetzen wird, ist derzeit nicht zu prognostizieren.

Der Verkauf der proOFFICE s.r.o. hat die Vermögenslage des Konzerns gegenüber dem 31. Dezember 2008 entsprechend verändert. Darüber hinaus hat sich die Vermögens- und Finanzlage im Vergleich zu den Erläuterungen im Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2008 nicht wesentlich verändert. Die ebenfalls dort, insbesondere im Risiko- und Prognosebericht, getätigten Aussagen hinsichtlich der weiteren Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Herlitz-Konzerns bestehen in gleicher Weise fort.

Berlin, den 14. Mai 2009
Herlitz Aktiengesellschaft, Berlin
Der Vorstand