
Ausreichend Bewegung und eine ausgewogene Ernährung sind vor allem für Kinder wichtige Voraussetzungen für eine gesunde Lebensweise und erfolgreiches Lernen. Nur so kann das notwendige Gleichgewicht zwischen Aufnahme und Verbrauch von Energie entstehen.
Das Gewicht
Viele Schulranzen sind zu schwer, weil unnötiger Ballast mit zur Schule genommen wird. Helfen Sie darum Ihrem Kind, den Schulranzen täglich neu zu packen.
Kontrollieren Sie immer wieder das Gewicht der Schultasche. Hier sind einige Tipps, die Ihnen beim Packen helfen:
- Bringen Sie Ihrem Kind bei, nur die Bücher und Hefte einzupacken, die für den nächsten Tag wichtig sind. Viele Schulen bieten inzwischen Fächer an, in denen Material abgelegt werden kann. Nicht täglich benötigte Schulsachen bleiben zu Hause oder im Klassen-Schulfach.
- Achten Sie auch beim Packen auf eine gleichmäßige Gewichtsverteilung. Schwere Schulmaterialien sollten dicht am Rücken gepackt werden; leichte Schulmaterialien gehören in den vorderen Bereich des Schulranzens. Bücher, Mappen und Schnellhefter müssen daher immer zur Rückenseite hin eingeordnet sein.
- Spielzeug und Freizeitartikel gehören nicht in den Schulranzen.
- Faustregel: Der gepackte Schulranzen sollte nicht mehr als 10% des Gewichts Ihres Kindes betragen. Achten Sie daher auf ein geringes Eigengewicht des Schulranzens.
Richtiger Sitz

Ab dem ersten Schultag muss Ihr Kind seine Schulsachen auf dem Rücken transportieren, im Jahr bis zu 175-mal. Dafür braucht es einen guten Ranzen.
Knochen und Wirbelkörper befinden sich bei Ihrem Kind noch im Wachstum und sind daher nicht so stabil wie bei einem Erwachsenen. Das richtige Gewicht und die Ergonomie sind darum wichtige Eigenschaften eines Schulranzens, auf die wir besonderen Wert legen. Nur so kann man bereits im Kindesalter später möglichen Rückenproblemen vorbeugen.
Aber der Ranzen muss auch richtig sitzen und getragen werden. Stellen Sie die Schultergurte des Ranzens regelmäßig nach, denn vor allem in der Schulzeit wächst Ihr Kind.
Training
Sportlich aktiv
Für viele Kinder bringt der Schulbesuch nicht nur geistige, sondern auch körperlich hohe Anforderungen mit sich. Hier finden Sie Tipps für ausreichend Bewegung in Schule und Freizeit, damit Ihr Kind gesund und fit bleibt.
Sport und Abwechslung im Tagesprogramm
- Begeistern Sie Ihr Kind von früh an für regelmäßigen Sport. Damit legen Sie den Grundstein für ein aktives Leben mit viel Bewegung.
- Wenn der Schulweg nicht mehr als 1 km beträgt, sollte Ihr Kind zu Fuß gehen oder ab einem bestimmten Alter mit dem Fahrrad fahren. Das hält fit!
- Kinder brauchen jeden Tag ein bis zwei Stunden Bewegung. Überlegen Sie, welche Sportart Ihr Kind gern mag und lassen Sie Ihr Kind dabei so richtig Gas geben.
- Ermuntern Sie bei einem Elternabend die Lehrkräfte, Kinder in verschiedenen Haltungen (je nach Art des Unterrichts am Stehpult, rittlings auf dem Stuhl, im Schneidersitz, etc.) lernen zu lassen. So wird keine Körperpartie dauerhaft belastet.
Selbst ein Vorbild sein
- Seien Sie Vorbild für Ihr Kind und bringen Sie es zum Beispiel selbst zu Fuß in die Schule.
- Unternehmen Sie gemeinsame Familienausflüge an der frischen Luft und treiben Sie zusammen Sport.
- Benutzen Sie mit Ihrem Kind die Treppe statt Aufzug und Rolltreppe.
Richtig sitzen

Schauen Sie sich den Tagesablauf Ihres baldigen Schulkindes an: Ob im Unterricht, beim Essen oder beim Fernsehen - die meisten Tätigkeiten wird Ihr Kind im Sitzen ausüben. Hier einige Hinweise, wie der Rücken entlastet wird.
Ständiges Sitzen kann sich negativ auf den Rücken und den gesamten Bewegungsapparat auswirken. Natürlich können Sie dem nur durch aktive Bewegung vorbeugen, doch auch richtiges Sitzen hilft, den Rücken zu schonen.
Stellen Sie Stuhl und Schreibtisch richtig ein!
- Achten Sie am Hausaufgaben-Arbeitsplatz auf die richtige Schreibtisch- und Stuhlhöhe. Da Ihr Kind kontinuierlich wächst, sollten Stuhl und idealerweise auch Schreibtisch höhenverstellbar sein.
- Der Schreibtisch sollte eine Neigung von 16-20° haben, damit eine Buckelhaltung ausgeschlossen werden kann.
- Die Stuhlhöhe wird so eingestellt, dass die Sitzvorderkante der Höhe des Knies entspricht.
- Der Oberkörper sollte einen Winkel von etwa 100-110° zu den Oberschenkeln einnehmen.
- Die Stuhllehne muss den Rücken unterhalb des Schulterblattes unterstützen.
Die gesunde Haltung üben
- Setzen Sie Ihr Kind auf den Stuhl und stellen Sie erst dann die Tischhöhe ein. Ihr Kind sitzt seitlich am Tisch, die Arme hängen entspannt am Körper. Nun werden die Arme um 90° angewinkelt. Die Ellenbogenspitzen sollten 3 cm unter der Tischplatte liegen.
- Ihr Kind sollte aufrecht sitzen, so dass die Schultern nicht zu weit nach vorn oder hinten gezogen werden.
- Der Kopf wird gerade gehalten, so dass zwischen Tisch und Augen ein Abstand von etwa 20-30 cm gewährleistet ist.
- Erlauben Sie Ihrem Kind, sich frei zu bewegen und aufzustehen, wenn es 15 min gesessen hat.
- Wenn Ihr Kind nicht schreiben muss, kann es grundsätzlich in allen Positionen lernen. Wechselnde Körperhaltungen, z. B. Stehen am Pult, Lernen im Schneidersitz oder liegend, beugen Rücken- und Haltungsschäden vor.
- Kinder bis zum 10. Lebensjahr haben ein sehr ausgeprägtes Bedürfnis sich zu bewegen. Dies ist gesund und sollte nicht vorschnell als Hyperaktivität aufgefasst werden.
Essen und trinken

Gesundes Essen macht fit und Spaß. Und mit den richtigen Getränken kann sich Ihr Kind schlau trinken. Welche das sind? Hier ein kleiner Überblick.
Die richtigen Nahrungsmittel
- Vollkornbrot, Reis, Nudeln und Kartoffeln liefern Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe und enthalten sehr wenig Fett.
- Geben Sie Ihrem Kind immer frisches Obst und/oder Gemüse mit in die Schule und achten Sie darauf, dass es täglich Milch und Milchprodukte zu sich nimmt. Mineralien, Kalzium und Eiweiße sind wichtig für Knochenaufbau und Muskulatur.
- Kaufen Sie möglichst viele fettarme Milchprodukte, auch fettarme Milch kann gut schmecken.
- Fleischprodukte sind ebenfalls reich an Eiweißen und enthalten Eisen, welches das Immunsystem stärkt. Fleisch enthält aber auch viel Fett und Cholesterin. Etwa 2-3 Fleisch-Mahlzeiten pro Woche reichen daher vollkommen aus.
- Mindestens 1-2-mal pro Woche sollte Ihr Kind Fisch zu sich nehmen. Der hohe Jodanteil fördert das Wachstum und aktiviert den Stoffwechsel.
- Gewöhnen Sie Ihrem Kind an, für den kleinen Hunger zwischen den Mahlzeiten eher ins Pausenbrot zu beißen oder Obst, Gemüse und Joghurt statt Süßigkeiten zu naschen.
- Aber auch kleine Dickmacher sind erlaubt, wenn Sie generell auf eine gesunde Ernährung Wert legen. Der Kauf von Schokoriegeln beim Bäcker nebenan sollte jedoch nicht zur Routine werden.
Achtung bei der Getränkewahl
- Kaufen Sie Ihrem Kind energiearme Getränke (Wasser, Tee, verdünnte Obstsäfte) und animieren Sie es, regelmäßig viel zu trinken. Das hält den Körper belastbar und den Geist wach.
- Süße Getränke wie Cola oder Limonade geben kurzfristig zwar Power, liefern aber auch viel Zucker und damit Fett.
- Cola oder schwarzer Tee sind wegen Ihres Koffeingehaltes generell nicht für Kinder geeignet.
Ernährungstipps

- Achten Sie darauf, dass Ihr Kind morgens (zu Hause oder in der Schule) Zeit zum Frühstücken hat, damit es im Unterricht konzentriert ist.
- Ihr Kind sollte die Mahlzeiten immer zur gleichen Stunde einnehmen, der tägliche Rhythmus ist wichtig.
- Essen Sie morgens und abends wenn möglich gemeinsam mit Ihrem Kind oder setzen Sie sich zu ihm an den Tisch. Beim gemeinsamen Essen können oft wichtige Themen besprochen werden.
- Bieten Sie Ihrem Kind eine vielseitige Ernährung. "Ausgewogen" heißt zwischen verschiedenen nährstoffreichen und energiearmen Lebensmitteln zu variieren.
- Bereiten Sie das Gemüse appetitlich und in kleinen Stücken zu, damit Ihr Kind gern zugreift.
- Eine Brotdose hält das Pausenfrühstück länger frisch als Alufolie oder Butterbrotpapier und sieht außerdem auch viel schöner aus!
- Besprechen Sie bei einem Elternabend das Thema Ernährung und regen Sie Lehrer an, die Kinder spielerisch damit vertraut zu machen.






