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Für viele Tätigkeiten, die wir täglich ausführen, wird Papier benötigt. Entsprechend der Vielfalt der Verwendungsmöglichkeiten gibt es auch eine Vielzahl Ausgangsstoffen und diese bedürfen unterschiedlicher Gewinnung. Die wichtigsten drei stellen Holzstoff, Zellstoff und Altpapier dar.
Holzstoff - hierbei handelt es sich um ein fein gemahlenes und aufgeschwemmtes Holz. Es wird zuerst entrindet und dann in einem Schleifgerät zerfasert. Das Holz wird hierfür lediglich mechanisch erschlossen, was sich im Gegensatz zur Zellstoffgewinnung als wesentlich kostengünstiger darstellt.
Vorteil: Während des Aufschlussverfahrens wird aus dem eingesetzten Holz eine sehr hohe Ausbeute erzielt und gleichzeitig die Abwasserbelastung gesenkt.
Nachteil: Die mindere Qualität lässt sich an einer schlechten Struktur sowie schnelleren Vergilbung deutlich erkennen.
Zellstoff – dieser Stoff stellt einen wichtigen Rohstoff für die Papiererzeugung dar und wird zumeist aus Laub- und Nadelhölzern gewonnen. Der nach dem Aufschlussprozess verbleibende Anteil von Lignin („Kittsubstanz“ des Holzes) wird durch chemische Umwandlungen so weit herausgelöst, dass sich der verbleibende Faserverband ohne weiteren mechanischen Aufwand auflösen lässt. Die entstandenen Holzschnitzel werden in einer sauren oder alkalischen Lösung gekocht. Als Ergebnis erhält man fast reinen Zellstoff, jedoch in einem bräunlichen Farbton. Dieser wird meist mittels chlorfreier Bleiche verbessert, jedoch meist unter Verlust der Festigkeit. Anschließend gelangt der Zellstoff in den Pulper (Mischgerät), in dem Wasser zugeführt und das Wasser-Stoff-Gemisch dann gemahlen wird.
Nachteil: Die Art der Mahlung bestimmt im Wesentlichen die Eigenschaft des Papiers und hat Einfluss auf Haltbarkeit und Qualität.
Altpapier – ist das Papier, das bei getrennter Sammlung sowie als Verschnitt bei der Papierherstellung anfällt. Die Herstellung von Papier ist damit bedeutend umweltverträglicher als die Produktion des Zellstoffs. Das Altpapier wird im Pulper aufgelöst, zerfasert, vorsortiert, gereinigt und von den Druckfarben befreit (De-Inking). Im Anschluss gelangt das Altpapier in die Mahlmaschine und danach in die Stoffzentrale. Je höher die angestrebte Papierqualität sein soll, desto höher muss auch die Qualität des verwendeten Altpapierstoffes sein. Die ursprüngliche Qualität des Ausgangspapieres wird dabei jedoch nicht mehr erreicht. Beschichtete sowie stark verschmutzte Altpapiere sind von der Wiederverwertung grundsätzlich ausgeschlossen.
Vorteil: Altpapier ist mit einem Anteil von etwa 44% mit Abstand der wichtigste Sekundärrohstoff der Papierherstellung.Leider fehlt es aber oft an der Akzeptanz gegenüber der Nutzung von aus Altpapier hergestelltem Papier.


